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Geschichte des Hauptvereins Es war im Jahre 1888, als einige beherzte Männer des Westerwaldes und Freunde der Heimat zu der Ansicht kamen, dass die einzelnen und kleinen Verschönerungsvereine nur dann etwas zum Wohle und zur Entwicklung des Westerwaldes tun könnten, wenn sie sich zu einem Heimatverein, der möglichst alle Vereine mit gleichartigen Bestrebungen umfasse, zusammenschlössen. So wurde am 6. Mai 1888 in Selters durch das Zusammentreten der Verschönerungsvereine Altenkirchen, Grenzhausen, Montabaur und Selters der Grundstein zum großen Bau des Westerwaldvereins gelegt, der berufen sein sollte, große und segensreiche Arbeit für den Westerwald zu schaffen. Der Westerwaldverein wurde der Prinz, der das Dornröschen aus dem jahrhunderte langen Schlaf weckte, er war es, der den Westerwald aus einer "terra incognita", aus einer unbekannten Landschaft welche er für die meisten Touristen war, zu einem viel besuchten und bewanderten Gebirge machte; dadurch gilt er heute nicht mehr als das Land der armen Leute, wo es nur Pfützen und große Steine gibt, wie Wilhelm Heinrich Riehl es einmal äußerte. Die Hauptaufgabe des jungen Vereins oder des Westerwaldklubs, wie er sich nannte, war es, das Wandern im Westerwald zu erleichtern, so zum Beispiel durch die
Außerdem unterstützt der Hauptverein die Zweigvereine in ihren lokalen Bestrebungen. Im Februar 1914 regte der Vorstand der Ortsgruppe Bonn die Schaffung eines Vereinsgrußes an. Als Auszeichnung wurden 12 Flaschen Moselwein für den Preisträger ausgesetzt. Über 60 Vorschläge gingen ein. Es wurde der von Adolf Weiß aus Madenmühlen erfundene Ruf "Hui ! Wäller ?- Allemol !" preisgekrönt, der diesen Ruf mit folgendem Vers übersandte: Hui Wäller Allemol, so tönt der Ruf, den in meiner Sehnsucht nach Wein ich schuf. Das Hui, das hat mich der Sturmwind gelehrt, wenn wild über unsere Heiden er fährt. Und Wäller wir ja allemol sind ! Dieser Westerwaldruf ist heute zu einem einigenden Band der Westerwaldvereinsmitglieder und der Westerwälder geworden. Er ist weit über die Grenzen der Heimat hinausgedrungen. Kein anderer Gebirgs- oder Wanderverein hat auch nur annähernd einen so passenden Ruf ihm an die Seite zu stellen.
Geschichte des Westerwaldverein Zweigverein Merenberg e.V.
Der Weilburger Taunusclub hatte die Aufgabe übernommen, den Merenberger Schloßberg zu pflegen und Instandzuhalten. 1893 wurde für 2800 Goldmark die Treppe im Bergfried gebaut. Doch auf die Dauer war es für die Weilburger Freunde nicht mehr möglich, die Unterhaltung zu übernehmen. Mit der Gründung des Weilburger Zweigvereins 1926 war, dank der Initiative des Studiendirektors Dr. Schwing, der Beginn der Gründung von weiteren Zweigvereinen im Oberlahnkreis gemacht worden. Im Frühjahr 1927 wurde auf Anregung von Dr. Schwing der Westerwaldverein, Zweigverein Merenberg - als 2. Zweigverein im Oberlahnkreis - gegründet, der 35 Mitglieder zählte. "Ich habe bis jetzt Vorträge über die engere Heimat gehalten. Schönheitssinn ist dadurch geweckt und gepflegt worden, und das Band zwischen Schule und Haus fester gewunden worden", so schrieb der damalige Merenberger Lehrer Velten, Gründungsvorsitzender des Zweigvereins, in der Schulchronik. Damit wurde die Pflege und Unterhaltung des Schloßbergs in die Hände der Merenberger Mitglieder gelegt. Nach Lehrer Veltens Wegzug nach Griesheim übernahm der neue Schullehrer Friedrich Kuhmann am 21. Juli 1928 den Vorsitz dieses jungen Vereines. 2. Vorsitzender war Otto Drees, Schriftführer Wilhelm Wenzel und Kassierer war Wilhelm Mehr. Die Aufgabe, die sich der Zweigverein Merenberg damals stellte, war also die Pflege des Schloßbergs, denn von der Dorfseite her hatte man einen sehr schlechten Zugang zur Burgruine. In den folgenden Jahren wurden Hecken gerodet, Treppenstufen gelegt und Bäume gepflanzt. 100 Jungbirken wurden von einer Pflanzschule in Holstein bezogen, Jungfichten stellte das Merenberger Forstamt zur Verfügung und Theodor Dienstbach sen. pflanzte ca. 20 Akazien. Im Jahre 1935 wurde auf der Südseite des Schloßbergs oberhalb des Anwesens Walter Kurz eine schöne lichte Fläche geschaffen und durch eine Trockenmauer eingefasst. Auf dieser Fläche wurde eine Eiche gepflanzt. Der Name, den die Mitglieder des Westerwaldvereins ihr gegeben haben, sei vergessen, doch möge sie weiterhin Zeugnis geben vom Fleiß und der Hingabe der Männer, die den Westerwaldverein, Zweigverein Merenberg, vor 50 Jahren ins Leben gerufen haben. Nun, was hatte der junge Verein damals an Einnahmen aufzuweisen? Neben den geringen monatlichen Beiträgen vereinnahmte der Verein ein Weidegeld für das Weiden auf den Wiesen am Nordwesthang des Schloßbergs. Dieses Weiden war nur für die Schafe, Ziegen und Kühe der Mitglieder erlaubt. Sie hatten dafür 25 Pfennig für eine Ziege oder ein Schaf und 50 Pfennig für eine Kuh zu zahlen. Nach 1939 nahm die Mitgliederzahl rapide ab. In den Protokollen bis zu diesen Jahren wird in jeder Jahreshauptversanmalung der Wunsch gehegt, dass die "noch verbliebenen Kameraden der Ortsgruppe die Treue halten mögen". Von Wanderungen vor dem Krieg ist nicht viel bekannt. Eine Sternwanderung des östlichen Vereinsgebietes des Hauptvereins führte am 23. Juni 1931 auf den Schloßberg nach Merenberg. Des weiteren wurde von 4 Männern und 3 Frauen eine zweitägige Wanderung zum Herborner Haus bei Schönbach unternommen. In den Kriegsjahren und unmittelbar danach ruhte die Vereinsarbeit. Erst zu Beginn der fünfziger Jahre wurde der Zweigverein wieder aktiv. Seit dieser Zeit existieren Mitgliederverzeichnisse, in denen auch die Vorstandsbesetzungen niedergeschrieben wurden. 1951 zählte der Verein 20 Mitglieder. Der Vorstand bestand aus: Otto Rosenhahn, 1. Vorsitzender, Friedrich Kuhmann, Schriftführer und Wilhelm Willig, Kassierer. Otto Rosenhahn gab dem Verein neue Impulse. Er erinnerte sich an den § 1 der Satzung des Hauptvereins, in dem über den Zweck in Abschnitt 5 folgendes ausgesagt wurde: "Der Westerwald-Klub ist ein Verein, dessen Zweck ist: den Westerwald wissenschaftlich, besonders auf geologischem, geographischem, vorgeschichtlichem, geschichtlichem, volkskundlichem, wirtschaftlichem, literarischem und künstlerischem Gebiete zu erforschen und die Ergebnisse dieser Forschungen zu veröffentlichen." Otto Rosenhahn hätte gerne als Freund von Altertümern und Kunstgegenständen ein Museum eingerichtet. Dieses sollte in der alten Pförtnerwohnung des Westtores einziehen. Gerade in Merenberg inspirierte ihn dazu die Zeugen großer geschichtlicher Vergangenheit. Mit alten Holz- und Zinntellern, Löffeln, Spinnrädern, Flachshecheln, Kinderwiegen und ähnlichem veranstaltete er im Jahre 1951 im Saal des Gasthauses "Zum Weißen Roß" eine gut besuchte Ausstellung. Sein großes Ziel, nämlich die Einrichtung eines Museums, erreichte er nicht. Aus beruflichen Gründen verzog er 1952 nach Elz, wo er am 17. März 1961 verstarb. Noch einen Namen sollte man an dieser Stelle besonders erwähnen: Wilhelm Willig, eher bekannt unter seinem Ortsnamen "Treppe Schlosser". Er war bis 1967 nicht nur Kassierer, sondern auch in großem Maße Initiator und Geschäftsführer in einer Person. In den Jahren von 1951 bis heute hat sich einiges im Zweigverein geändert. Mehr und mehr wurde wieder gewandert und damit ein wesentlicher Beitrag zur Pflege der Geselligkeit geleistet. Neben Wanderungen. in der engeren Heimat nahmen Mitglieder auch an Sternwanderungen und Deutschen Wandertagen teil, die sie nach Nassau, Lohr am Main, Beilstein, Altenkirchen, Wismar, Hachenburg, Herrschbach, Herborn und Siegen führten. Innerhalb unserer Gemarkung wurden an markanten Punkten Ruhebänke aufgestellt. Die Kassenlage wurde durch eine seit 1964 jährlich am 1. Mai auf der Höhburg stattfindende Maifeier systematisch aufgebessert, so dass der Zweigverein 1972 mit eigenen Mitteln und unter Mithilfe der Gemeinde auf der Höhburg eine Schutzhütte errichten konnte. Die Kosten für den Bau der Schutzhütte betrugen 2.873,-- DM, dazu kamen die Eigenleistung der Mitglieder und die Zuwendung der Gemeinde Merenberg. Diese stellte das Bauholz kostenlos zur Verfügung. Gerade diese Schutzhütte, die die Inschrift trägt: 'Hui ! Wäller? Allemol ! Westerwaldverein Merenberg", ist mit dem schön hergerichteten Grillplatz ein kleines Schmuckstück in unserer Gemarkung, auf das der Verein mit Recht stolz sein kann. Auf der Höhburg kreuzen sich zwei Hauptwanderwege: IV (Ost-West Verbindung) Vallendar - Weilburg und 7 (Nord-Süd Verbindung) Haiger -Weilburg. Von 1953 bis 1955 war nach den Unterlagen Helmut Fries Vorsitzender, 1956 Ernst Hoffmann und von 1957 bis 1976, also 20 Jahre, führte Otto Jöckel den Zweigverein. Eine weitere Aufgabe erfüllte der Zweigverein 1974 und 1975 im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden". Zu diesem Anlass wurden auf Initiative des Wanderwartes Ewald Jung vier Rundwanderwege mit insgesamt 32 km Wanderstrecke gekennzeichnet. Von 1977 bis 1991 hieß der 1. Vorsitzende Heinrich Velten. In seiner Zeit wurde im Jahre 1977 das 50 jährige Vereinsbestehen in der Merenberger Sporthalle begangen, sowie im Jahre 1987 anlässlich des 60 jährigen Bestehens des Vereins das Herbststerntreffen des Hauptvereins in Merenberg ausgerichtet. Von 1992 bis 1995 war Arthur Ladendorf der 1. Vorsitzende. Seit der Jahreshauptversammlung 1995 bis heute wird der Verein von Winfried Stroh geführt 1997 wurden auf der Höhburg mit Hilfe zahlreicher Mitglieder in vielen Arbeitsstunden mit Unterstützung der Gemeinde und der Forstverwaltung, rechtzeitig zur 1.Mai-Feier, neue Sitzgruppen errichtet. Anlässlich des 70 jährigen Bestehens des Vereins, wurde am 04. Mai 1997 das Frühjahrssterntreffen des Hauptvereins ausgerichtet, bei dem unser Verein einen positiven Eindruck bei der Presse und den Teilnehmern sowie bei dem Vorstand des Hauptvereins hinterließ. Rechtzeitig zum diesem Ereignis konnte der Verein 4 Wanderwege, die von Ewald Jung und Heinrich Velten gekennzeichnet wurden der Gemeinde Merenberg übergeben. 1999 erfolgte der Eintrag im Vereinsregister beim Amtsgericht in Weilburg. Der Verein trägt jetzt den Namen Westerwaldverein Zweigverein Merenberg e.V. und ist Mitglied im Westerwald-Verein e.V. Seit Frühjahr 2001 ist unser Verein im Internet unter dem Namen Westerwaldverein-Merenberg.de zu finden. Die Homepage (Internetseite) wurde in Zusammenarbeit mit der EDV-Beratung Grosch in Allendorf erstellt und wird in eigener Regie regelmäßig aktualisiert und verwaltet. 2003 im September wurden auf der Höhburg die Sitzgruppen komplett neu gestaltet. Zugleich wurde das Dach der Schutzhütte neu eingedeckt.
In den Jahren 2004 und 2005 wurden die Arbeiten auf der Höhburg weiter fortgeführt. In der Schutzhütte wurde ein Boden aus Steinzeug angebracht, sowie neue Fenster eingesetzt und die Treppe erneuert. Die 2003 aufgestellten Sitzgruppen wurden ein Opfer von Vandalismus und mussten leider schon wieder repariert werden
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